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Junge Erwachsene verfügen über nicht ausreichend Finanzkompetenz

Viele junge Menschen verfügen nach Erkenntnissen der Inkasso-Unternehmen nicht über die notwendige finanzielle Allgemeinbildung, die zur Aufnahme von Krediten und zum Aufbau einer eigenen wirtschaftlichen Existenz unabdingbar ist. Das Problem zeigt sich auch beim Zahlungsverhalten. In der Frühjahrsumfrage sagen 44 Prozent der BDIU-Mitglieder, dass junge Erwachsene im Alter von 18 bis 24 Jahren ihrer Erfahrung nach ein schlechteres Zahlungsverhalten als über 25-Jährige haben. "Einige junge Erwachsene wissen nicht genug über finanzielle Zusammenhänge", berichtet Marion Kremer, Pressesprecherin des Bundesverbandes Inkasso, aus der Praxis. "Und für manche ist ein schlechtes Zahlungsverhalten, das man sich in jungen Jahren angewöhnt hat, der Einstieg in eine spätere Schuldnerkarriere. Dann nehmen sie sorglos Kredite auf, vereinbaren Ratenkäufe oder kaufen auf Rechnung, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie sie die sich so anhäufenden Summen jemals wieder zurückzahlen können."

Aktuelle Untersuchungen zum Finanzverhalten Jugendlicher, etwa des Instituts für Jugendforschung, München, decken sich weitestgehend mit den Erfahrungen der Inkasso-Unternehmen. "Auch wir machen die Erfahrung, dass die weitaus meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchaus mit ihrem Geld auskommen und wissen, wann sie etwas kaufen können und in welchen Fällen sie sich möglicherweise finanziell übernehmen", sagt Marion Kremer. "Unsere Erfahrung sagt allerdings auch: Die unmittelbare Umgebung, insbesondere das Elternhaus, spielt eine entscheidende Rolle bei der Erlangung von finanzieller Kompetenz." In der Frühjahrsumfrage stellen 67 Prozent der befragten Inkasso-Unternehmen fest, dass ein schlechtes Vorbild des Elternhauses ein wichtiger Grund ist, warum junge Erwachsene in Verschuldung geraten. 64 Prozent sagen, dass Arbeitslosigkeit eine weitere wichtige Ursache für Schulden junger Erwachsener darstellt.

"Kinder und Jugendliche frühzeitig auf das Wirtschaftsleben vorzubereiten ist eine wichtige pädagogische Aufgabe", so Kremer. "Ein verantwortungsbewusstes Haushalten der Eltern und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Haushaltsentscheidungen der Familie - da, wo es möglich und sinnvoll ist - sind wichtige Bausteine zur Erlangung von Finanzkompetenz. Heutzutage muss jeder Beteiligte am Wirtschaftsleben ein Grundwissen haben, um unsere Marktwirtschaft zu verstehen. Für den Bundesverband Inkasso ist es völlig klar: Der Umgang mit Geld und das Vermeiden von Schulden müssen künftig noch besser im Schulunterricht vermittelt werden. Wir bieten der Bundesregierung und den Kultusministerien der Länder in diesem Zusammenhang ausdrücklich unsere Unterstützung an."

Der große Stellenwert von Bildung werde unter anderem belegt durch die jüngste Debatte über Gewalt an Schulen. "Das Beispiel der Berliner Rütli-Schule zeigt, wie es nicht aussehen darf. Hier haben viele versagt. In einem solchen, von Gewalt und Angst geprägten Klima ist das Vermitteln schulischer Grundlagen nicht mehr möglich - und erst recht nicht von Finanzkompetenz. Es steht leider zu befürchten, dass in solchen sozialen Brennpunkten die Überschuldeten von morgen heranwachsen. Wir brauchen Schulen, die nicht ausgrenzen, sondern das Wissen der Schüler mehren und junge Menschen auf das wirkliche Leben vorbereiten. Davon profitiert die ganze Gesellschaft."

"Jetzt geht es darum, diese gangbare Chance für Einnahmeverbesserungen auch in der Praxis zu nutzen", appelliert Jender. "In Zeiten knapper Kassen und hoher Abgabelasten muss von den Städten und Gemeinden verlangt werden, auch beim Forderungsmanagement deutlich effektiver zu werden. Es ist nicht nachvollziehbar, warum sich die öffentliche Hand nicht schnell und konsequent derselben Hilfe beim Einzug ihrer Forderungen bedient, wie es private Gläubiger schon seit langem erfolgreich tun."

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  • Pressekonferenzen: 11.2007 | 03.2007 | 11.2006 | 11.2005 | 04.2005 | 11.2004

    Quelle: Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. und mit freundlicher Genehmigung der muehlhaus & moers kommunikation gmbhH